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Thema: Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen | 2283 Zeichen

You got mail - Volles Haus beim 7. Attendorner Wirtschaftsgespräch

Prof. Dr. Miriam Meckel im Dialog mit der heimischen Wirtschaft über „die Kommunikationsfalle“.
Gemeinsam mit der Stadt Attendorn veranstaltet die mmh kommunikationsagentur zum siebten Mal in Folge das Attendorner Wirtschaftsgespräch. Nach Referenten wie Daniel Goeudevert und Matthias Horx, war in diesem Jahr Prof. Dr. Miriam Meckel eingeladen, die einen Besucherrekord mit nahezu 400 Besuchern zu verzeichnen hatte. Ihr Thema war „Das Glück der nerreichbarkeit“. Wir sind permanent erreichbar. Handy, E-Mail und Internet bestimmen unseren Arbeitsalltag. Wie wirkt sich dieser Zustand auf unser Arbeitsverhalten, unsere Produktivität und auch auf unsere Psyche aus? Und was bedeutet das für die Wirtschaft und die esellschaft? Macht es uns wirklich glücklich, ständig erreichbar und immer auf Empfang zu sein? Miriam Meckel meint „Nein!“, und rät zu Gegenwehr durch einfaches Abschalten. Jeder solle sich ab und an in sein persönliches Funkloch begeben, so ihre ufforderung. Nur so könne aus der „Kommunikations-Last“ bald wieder eine „Kommunikations-Lust“ werden. Das „persönliche Funkloch“ sieht Meckel als einzigen Ausweg aus der Flut an „Datenmüll“, die sich täglich in unseren Postfächern sammelt. Da der Mensch ein kommunikatives Wesen ist, sei er nicht fähig, blinkende Lämpchen und kleine Briefchen zu ignorieren. Die Neugier zwingt ihn nachzuschauen und dafür die eigentliche Arbeit zu unterbrechen. Das Ärgerliche daran: Die wenigsten Nachrichten sind wichtig – im Gegenteil, sie halten nur auf. Die Lösung ist denkbar einfach: Nur noch dreimal täglich Emails abrufen und Nachrichten abhören, dazwischen ist die Zeit für die eigentliche Arbeit reserviert. Wie viel Schaden die Kommunikationsflut anrichten kann, lässt sich am besten mit einer Zahl veranschaulichen: 560 Millionen Dollar kostet die Kommunikationsüberlastung alleine die Wirtschaft der Vereinigten Staaten jährlich.
Thomas Sauerbier, Geschäftsführer der mmh kommunikationsagentur in Lüdenscheid, moderierte das Attendorner Wirtschaftsgespräch und diskutierte im Anschluss an den Vortrag, wie jedes Jahr in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre, das Thema gemeinsam mit der Referentin und dem interessierten Publikum. Ein äußerst gelungener Abend.

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